Hellsehen - Übungsgruppe 5: Farben und Schleier
Der
Übergang von Übungsgruppe 4 zu 5 ist die entscheidende Phase des
Hellseh-Übungszyklus. Es kommt hier mehr als vorher darauf an,
jeden Gedanken auszuschalten, also im Sinne völliger
Gedankenstille zu üben, da Erwartungen oder ähnliche gedankliche
Eintrübungen entsprechende störende Kräfte anziehen.
Im Falle gedanklicher oder emotionaler Störungen oder
Belastungen unterbrechen wir die Übungsreihe und besinnen uns
auf die Übungsbedingungen oder festigen Fähigkeiten, die als
bereits fester Bestandteil unseres Leistungs-Kompendiums
gegolten haben.
Wir
beachten, forcieren bzw. meiden:
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materielle Eintrübungen: Gemütsbewegungen, Depressionen,
Anregungen durch Genussmittel, sexuelle Aktivität,
Sehnsüchte jeglicher Art, Ablenkungen durch Medien,
Erschöpfung, aufdringlichen Besuch usw.
-
gesundheitliche Störungen: in diesem Falle sind Fortschritte
nicht möglich; wir beschränken uns auf das Pflichtpensum, um
nicht zurückzufallen (Anreicherung mit gesundem Od,
Konzentrationsübungen)
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Übungen wiederholen zur Anreicherung mit gesundem Od (auch
Bewegung an frischer Luft gehört dazu)
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Stählung des kosmischen Willens
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Konzentrationsübungen.
Zum
Übungsablauf:
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Wir verwenden ein
Räuchermittel, das uns in der bisherigen Erprobung am
besten zugesagt hat. Keine Übertreibung, wir nehmen
nicht mehr als nötig, legen eventuell noch etwas nach.
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Wir nehmen eine stärkere
suggestive Untermauerung vor. wir flüstern vor uns hin
oder denken einige Minuten lang, und zwar erst dann,
wenn eine weitgehende Abgezogenheit des Körpers vom
Irdischen erreicht ist:
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"Mit jeder Übung komme ich
rascher, leichter und tiefer in einen Zustand völliger
Lösung vom Irdischen. Mein ganzer Organismus ist nur auf
die heutige Aufgabe konzentriert. Meine hellseherischen
Fähigkeiten entwickeln sich mit jedem Tag stärker, so
dass ich sie an jedem Ort, zu jeder Stunde, unter allen
Umständen einsetzen kann."
In gleichmäßiger,
ununterbrochener Monotonie flüstern oder denken wir
danach die Worte:
"Ich erhalte nun die
gewünschte Offenbarung .... Ich erhalte nun die
gewünschte Offenbarung .... "
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Diese Suggestionen geben wir
uns bis zu fünf Minuten lang, sinken dabei in eine immer
tiefere Lösung vom Irdischen, die durch Räucherung
gefördert wird. Augen und Lider bleiben unbeweglich.
Unsere Haltung ist entspannt. Wir scheinen identisch zu
sein mit dem Punkt vor dem Kristall, auf den wir
konzentriert sind.
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Unter den Umständen
verdichten sich die in der vorhergehenden Übungsgruppe
gesehenen flammenähnlichen Schemen zu größeren
grau-weißen Figurinen, die hin- und herhuschen,
auftauchen und versinken.
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Im Laufe der Übungen tauchen
auch Gebilde auf, die andere Färbungen aufweisen und wie
Schleier vorüberhuschen, sich verflüchtigen, um anderen
Platz zu machen.
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Diese Schleier müssen
während mindestens 10 - 14 Tagen sicher geschaut werden.
Die Herbeiführung des halbschlafartigen, tranceähnlichen
Zustandes muss nun kurz nach Beginn des Versuchs möglich
sein.
Bei
den ersten Übungen dieser Reihe 5 treten die erwähnten
optisch-astralen Zeichen im allgemeinen erst zum Schluss der
Experimente auf. Allmählich verlagern sie sich aber zur Mitte,
dann an den Anfang der Übung, um danach neuen Phänomenen Platz
zu machen.
Diese Übungsreihe ist die Drehscheibe der gesamten
Hellseh-Übungsplanung. Auf sie muss - durch größere Intensität,
wochenlange Übungen, stärkste Ignorierung
irdisch-materiell-egoistischer Bestrebungen und Neigungen -
größter Wert gelegt werden.
Konstitutionelle
Veränderungen durch den Übungszyklus "Hellsehen":
Die
hellseherischen Übungen führen zur Verbesserung der allgemeinen
Sehfähigkeit, die Augen werden schärfer und ruhiger. Entspannung
als Nebeneffekt können wir nun jederzeit willkürlich erzeugen,
um sie in spannungsgeladenen oder Konfliktsituationen zum
Einsatz zu bringen.
Aufnahme- und Wiedergabefähigkeit werden gefördert, ebenso
Beobachtungsgabe, Konzentrationsfähigkeit, Imaginationsfähigkeit
und Bilddenken.
Wir
warnen an dieser Stelle vor einem Fehler, den viele begehen: Mit
der wachsenden Sensibilität wächst auch die Empfindlichkeit. Um
diese Schwäche dürfen wir uns nicht kümmern, dann "verkümmert"
sie auch wieder. Die magische Sensibilität, die wir systematisch
erringen, darf nicht einhergehen mit wachsender Empfindsamkeit.
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