Vom Magier zum Mystiker -
Samadhi
Der direkte Weg
Samadhi ist der
geistige Zustand, der "hinter" der Stille beginnt. Dieser
höchste geistige Zustand zeichnet sich dadurch aus, dass wir uns
als Individuum nicht mehr wahrnehmen, wir wissen nichts mehr von
uns. Wir "baden in einem Lichtmeer" und genießen einen Zustand
uneingeschränkter Glückseligkeit. Wir erkennen die höchste
Gesetzmäßigkeit des Universums, begreifen die unaussprechliche
All-Liebe, die den Kosmos beseelt.
In Samadhi ist der Geist völlig frei, denn er ist zum Ursprung
zurückgekehrt. Das Erlebnis von Samadhi ist von
unbeschreiblicher Wirkung auf den gesamten Organismus, ja es
bestimmt unser weiteres Schicksal.
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In harmonischer, gelöster
Grundstimmung legen wir uns hin, nachdem wir vorher dafür
gesorgt haben, dass wir innerhalb der kommenden zwei Stunden
nicht gestört werden. Vorsorglich stellen wir den Wecker auf
diese Zeit ein.
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Einleitende Entspannung und
Versenkung beherrschen wir durch das vorangegangene
Training. Wir "fallen" also in den Zustand der Stille und
darüber hinaus in den Status absoluter Wahrnehmungs- und
Gedankenlosigkeit.
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Sollte der Übergang nicht
gelingen, müssen wir erst wieder an den Bedingungen
arbeiten, d. h., über die Zwischenstationen
Imagination und
Kontemplation in die Stille gelangen. Siehe unten:
Schrittweiser Übergang.
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Wir behalten diesen Zustand bei
- ohne Verkrampfung, ohne Erstarrung - und werden irgendwann
am Ziel sein. Der eine früher, der andere später.
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Sowohl die Leuchtkraft von Samadhi als auch
das Bewusstsein des materiellen Körpers müssen von allen
Körpern erlebt werden. Nur dann ist es möglich, das Erlebnis
des Samadhi dem aktuellen Dasein Nutzen zu bringen. Das
irdische Bewusstsein muss also mit dem Samadhi-Bewusstsein
"zusammengebracht" werden.
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Dies ist möglich, indem wir versuchen,
während des Samadhi-Zustandes nach dem irdischen Bewusstsein
zu suchen und zwar in Form einer vorausgegangenen
Autosuggestion.
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Nun ist die Verbindung hergestellt. Samadhi
und irdisches Bewusstsein können miteinander "leben", die
Kette der Reinkarnationen kann durchbrochen werden.
Der schrittweise Übergang
Weniger
entwickelte Fortgeschrittene werden Samadhi nicht über den
direkten Weg erreichen. Ihnen werden nachfolgende Exerzitien
empfohlen, die schrittweise dem erstrebten Ziel näher bringen.
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Die Vorbedingungen -
Gelassenheit, Ungestörtheit, Zeitkontrolle, Gedankenstille
usw. - sind die gleichen. Möglicherweise schalten wir
Zwischenstufen ein unter Assistenz von Konzentration,
Imagination, Meditation, Kontemplation in langsamer
Steigerung durch mehrere Übungseinheiten hintereinander.
Aber nicht alle Stationen an einem Tag, weniger ist hier
mehr!
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Dann aber werden wir den Zustand
der Stille erreichen und festhalten. Jawohl, festhalten,
denn darum geht es in unserem Bemühen!
Wir werden den Übergang von der Stille zu Samadhi erkennen.
Die Stille wird beherrscht von Dunkelheit, hin und wieder
Schemen und schwache Laute. In Samadhi aber ist Licht,
Licht, das mit menschlichen Worten nicht beschrieben werden
kann.
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Wir verharren in der Stille, bis
der meist abrupte Übergang erfolgt. Gleichzeitig stellen wir
uns ein Licht in der Brustmitte vor, das allmählich anwächst
und schließlich unseren ganzen Körper ausfüllt. Schließlich
muss das Licht den ganzen Raum, ja den ganzen Kosmos
ausfüllen.
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Nicht selten bemerken wir, dass
uns an einem Punkt des Handlungsablaufs eine Hemmschwelle am
Weiterkommen hindert. Die Natur dieser Hemmung muss zuerst
identifiziert, dann überwunden werden.
Kundalini
Die Kundalini-Kraft schlummert im
Kreuzbein-Chakra (auch Wurzel-Chakra; siehe
Chakren!) und wurde durch
Stilleübungen geweckt und emporgetragen. Durch Samadhi wird
Kundalini bis zum Scheitel-Chakra geführt und wird dort mit den
verwandten kosmischen Kräften eins.
Die Wiederholung der
Samadhi-Exerzitien über eine längere Zeit bahnt die Fähigkeit
an, Kundalini eine bestimmte Zeit ins Scheitel-Chakra zu leiten
und dort festzuhalten. Damit ist der entscheidende Schritt
getan.
Wir betonen ausdrücklich, dass
während der Samadhi-Exerzitien mindestens ein Monat vorher
konsequente erotische Enthaltsamkeit erforderlich ist. Ist
Samadhi erreicht, erledigt sich Sexualität um der reinen
Triebbefriedigung willen von selbst.
Sollte die Erzeugung und Verstärkung
des Lichts im Innern des Körpers sowie die Ausdehnung der Stille
auf die notwendige Dauer noch nicht möglich sein, empfehlen wir
folgende unterstützende Übung:
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Wir studieren noch einmal die
Übungsreihe
"Tet-Stellung" im Kapitel
"Magie und Astrologie".
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Wir haben in der letzten
Übungsphase bis viermal "Tetaaaah" ausgeatmet und damit den
aus dem Kundalini-Zentrum aufsteigenden Wärmestrom bis zum
Hals-Chakra herausgeführt.
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Nun gehen wir einen Schritt
weiter: An Stelle von "Tetaaaah" atmen wir jetzt mit
"Sssssst" aus, so scharf und langanhaltend wie möglich. Die
Übung wird so lange durchgeführt, bis deutlich eine
Erwärmung des Rückgratendes (Kreuzbein) und beim Ausatmen
durch "Sssssst" ein Emporsteigen der Wärme festgestellt
wird, das bis zu der Stelle der Wirbelsäule zugelassen wird,
die dem Hals-Chakra gegenüberliegt.
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Erst wenn diese Übung
einwandfrei gelingt, leiten wir die Schlangenkraft in der
Vorstellung durch den Rückenmarkkanal in den Kopf bis
unterhalb des Scheitels.
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Nach einigen Wochen der
Tet-Übung (letzte Phase) versuchen wir erneut, über die
Stille Samadhi zu erreichen.
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