Erinnerung an frühere
Erdenleben - Rückführung
Den Zweiflern unter uns, die sich
allzu gern der Hoffnung hingeben wollen, das aktuelle Leben
würde nach dem Ende direkt in die ewige Glückseligkeit führen,
sei folgende Übungsreihe anempfohlen. Wem also die Frage nach
der Wiedergeburt (Reinkarnation) wichtig ist, derjenige sollte
sich nicht scheuen, folgende Exerzitien durchzuarbeiten.
-
Ungestört, heiter-gelassen,
legen wir uns - am besten abends - hin und schließen die
Augen. Wenn wir uns in einem Bewusstseinszustand tiefer
Versenkung befinden, beginnen wir, die Ereignisse des
heutigen Tages in chronologischer Reihenfolge an uns
vorüberziehen zu lassen und zwar so lebendig und plastisch
(mit allen Sinneseindrücken) wie möglich, dergestalt, als
würden wir den Tag ein zweites Mal erleben, nur diesmal im
Zeitraffer, nicht länger als eine halbe Stunde.
-
Erst wenn unser
Erinnerungsvermögen klare Vorstellungsbilder reproduziert,
gehen wir zur nächsten Übungsphase über: Wir lassen die
Ereignisse des heutigen und gestrigen Tages an uns
vorüberziehen. Der abrollende Film der Ereignisse sollte
dabei von Tag zu Tag schneller laufen.
-
Erst wenn auch diese Übung
einwandfrei gelingt, gehen wir einen Schritt weiter: Im
Anschluss an den heutigen, den gestrigen Tag holen wir ein
bestimmtes Ereignis des vergangenen Monats aus der
Erinnerung. Um eine übermäßige zeitliche Ausdehnung zu
verhindern, lassen wir den Film von heute und gestern
schneller vorbeiziehen.
-
Wenn dies einwandfrei gelingt,
wenden wir uns der nächsten Stufe zu: Nach Ablauf des
heutigen und des gestrigen Tages, sowie eines bestimmten
Ereignisses des vergangenen Monats lassen wir den Urlaub des
vergangenen Jahres an uns vorüberziehen.
-
Nach diesen Vorübungen ist unser
Erinnerungsvermögen geschult und wir können in unserer
Lebensgeschichte weiter zurückgehen. Wir holen
Erinnerungsfetzen aus der Vergangenheit und versuchen, so
viele Details wie möglich dem Unterbewusstsein zu entlocken.
-
Wir sollten nach einigen Wochen
oder Monaten - je nach Geduld - in der Lage sein, bis zu den
ersten Kindheitserinnerungen vorzudringen. Nun gilt es, eine
"Mauer des Vergessens" zu durchdringen, um dem
Unterbewusstsein, der persönlichen Chronik die Ereignisse
bis zur Geburt abzuringen. Dies ist nur möglich, wenn wir
mit den höheren "Körpern" und den ihnen entsprechenden
Bewusstseinsstufen arbeiten, um eine Intensivierung der
Innenschau zu ermöglichen.
-
Nun gilt es, eine neue Mauer zu
durchdringen. Wir müssen den Weg beschreiten, der vor
unserer Geburt liegt, also vor dem letzten Tode, bis wir auf
das Leben stoßen, das wir vor unserer gegenwärtigen Existenz
führten. Dann aber werden uns überwältigende Erkenntnisse
zuteil.
-
Der Forschergeist wird keine
Ruhe geben und unablässig weitersuchen, bis er Zugang zu
weiter zurück liegenden Leben gefunden hat.
Nun leben wir in der Gewissheit,
dass der physische Tod nicht das Ende unserer Existenz bedeutet,
uns nicht vernichtet. Die Angst vor dem Tod und vor Auslöschung
unserer Identität ist damit unbegründet. Wir wissen, dass wir
eine ewige Kraft in uns tragen, die alles registriert und
archiviert. Das Universum vergisst nichts!
|